Krankheitsbild & Diagnose

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ÜBERBLICK

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine schwere Erkrankung des motorischen Nervensystems. Bei der ALS verlieren die motorischen Nervenzellen, die für die willkürliche Steuerung der Muskulatur verantwortlich sind, fortschreitend ihre Funktion.

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Die geschädigten motorischen Nervenzellen (Motoneurone) befinden sich im Gehirn und im Rückenmark. Das erste Motoneuron beginnt im Gehirn, seine Nervenfortsätze (Axone) reichen bis ins Rückenmark. Dort haben sie Kontakt mit den Nervenzellen des zweiten Motoneurons, die durch lange Nervenfortsätze mit der Muskulatur verbunden sind (Abb. 1).

Unheilbar, Symptome aber zu lindern

Der Abbau von Nervenzellen (Neurodegeneration) stellt sich für Menschen mit ALS vor allem als Kraftminderung und Muskelschwäche, Muskelschwund oder Steifigkeit dar. Der Nervenzellverlust hat zur Folge, dass die Mobilität der Hände, Arme, Beine sowie des Rumpfes und der Zunge im Laufe der Krankheit eingeschränkt wird oder verloren geht. Im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf kann es zur vollständigen Lähmung der Skelettmuskulatur kommen. Die ALS zählt daher zu einer der schwersten Erkrankungen des Menschen. Sie ist nicht heilbar, durch eine Behandlung können ihre Symptome jedoch gelindert werden.

2.000 Neuerkrankungen pro Jahr

In Deutschland leben 6.000 bis 8.000 Menschen mit ALS. Die Erkrankung wird jährlich bei etwa 2.000 Patienten neu diagnostiziert. Die meisten von ihnen sind zwischen 50 und 70 Jahre alt. Das Durchschnittsalter liegt zwischen 56 und 58 Jahren. 10 % erkranken vor dem 40. Lebensjahr. Die jüngsten Patienten sind zwischen 20 und 30 Jahre alt. Männer erkranken etwas häufiger als Frauen.

Nicht betroffen von der ALS sind die Körperwahrnehmung und Sinneswahrnehmungen (Sehen, Hören, Schmecken, Riechen, Gleichgewichtssinn, Tastsinn). Auch die Herzmuskulatur und die Kontrolle von Urin und Stuhl bleiben meist unberührt.

URSACHEN

Die ALS wurde erstmalig im Jahr 1869 durch den französischen Neurologen Jean-MartinCharcot beschrieben und als „Amyotrophe Lateralsklerose“ bezeichnet. Er kam zu der Erkenntnis, dass die ALS durch einen Untergang (Degeneration) motorischer Nervenzellen in Gehirn und Rückenmark entsteht.

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In den 1950er-Jahren konnten ALS-Forscher durch mikroskopische Untersuchungen von Gehirn- und Rückenmarksgewebe ALS-typische Ablagerungen von Eiweißen feststellen (Bunina-Körperchen).

Erst seit dem Jahr 2006 ist es gelungen, die molekulare und chemische Zusammensetzung dieser pathologischen Ablagerungen in den motorischen Nervenzellen zu analysieren. Ein hauptsächlicher Bestandteil der Ablagerungen besteht aus dem Eiweiß (Protein) TDP-43. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass sich neben dem TDP-43 auch andere Proteine (z. B. SOD1, FUS) in der motorischen Nervenzelle ablagern können.

Verlauf der Eiweißablagerung (Proteinopathie)

Ein Grundprinzip der ALS besteht darin, dass natürlich vorkommende Eiweiße eine Strukturänderung erfahren – ihre Form ändert sich (Konformationsänderung). Durch die Verformung kommt es zu einer gegenseitigen Anziehung der Eiweiße und es entstehen Zusammenballungen (Proteinaggregate). Nach dem Schneeballprinzip verbinden sich mehr und mehr Eiweiße miteinander. In der Konsequenz ist die Nervenzelle mit Proteinaggregaten überladen und kann ihre Funktion nicht mehr ausüben. Dieser Prozess der schädlichen Eiweißablagerung wird Proteinopathie genannt.

ERBLICHKEIT & GENETIK

Die ALS gehört nicht zur Gruppe der typischen Erbkrankheiten. Sie führt in der Regel nicht zu einem Vererbungsrisiko für die Nachkommen.

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Nur bei etwa 5 % aller ALS-Patienten ist von einer familiären ALS (FALS) auszugehen, das heißt von einer Vererbung der ALS innerhalb der Familie. Das wesentliche Kennzeichen hierfür ist die Krankengeschichte (Anamnese) anderer Familienmitglieder.

Um von einer FALS zu sprechen, müssen mindestens zwei Familienmitglieder an ALS erkrankt sein. Dabei ist von entscheidender Bedeutung, ob der Vater oder die Mutter des Patienten sowie die Geschwister der Eltern und des Betroffenen betroffen waren oder sind. Die häufigste Konstellation ist die gegenwärtige Erkrankung eines Patienten und die Vorgeschichte eines weiteren Familienmitgliedes in der Vergangenheit. Bei einer Familiengeschichte ohne Hinweis auf eine ALS ist von einer nicht-erblichen Form der ALS auszugehen.

Häufigkeit zwischen familiärer und sporadischer ALS: Die Erkrankung ohne Hinweise auf weitere Betroffene in der Familie wird „sporadische ALS“ genannt.

Die Ursachen der FALS werden kontinuierlich weiter aufgeklärt. Seit 1993 wurden über 15 Gene identifiziert, bei denen bestimmte Fehler (Mutationen) zu einer FALS führen können (z. B. C9orf72, SOD1, TDP-43, FUS, TBK1). Die Testung von bekannten ALS-Genen ist sinnvoll, wenn mindestens zwei Familienmitglieder an ALS erkrankt sind Ob eine Diagnostik bei Gesunden in Frage kommt, in deren Familie es Hinweise auf eine FALS gibt, bedarf einer sorgfältigen, individuellen Abwägung. Bereits das Wissen um das Vorliegen einer Mutation, kann eine erhebliche psychosoziale Belastung bedeuten. In jedem Fall sollte eine molekulargenetische Untersuchung von ALS-Genen erst nach einer fachärztlichen Beratung an einem Institut für Humangenetik realisiert werden, das sich auf die genetische ALS-Diagnostik spezialisiert hat. Dabei werden Möglichkeiten, Grenzen und Risiken dargestellt, die in der humangenetischen Diagnostik liegen.

Obgleich mehr als 95 % aller ALS-Patienten keine Familiengeschichte dieser Erkrankung aufweisen, können auch bei diesen Patienten genetische Veränderungen auftreten. Hier kann es sich um Mutationen oder genetische Varianten handeln, deren Bedeutung für die Erkrankungsentwicklung oder die Erblichkeit noch weitgehend unbekannt ist. Die genetische Untersuchung ist in diesen Fällen deshalb einschlägigen Forschungsprojekten vorbehalten. Von einer „routinemäßigen“ genetischen Diagnostik ist bei Patienten ohne mindestens zwei bekannte ALS-Erkrankungen in der Familie abzuraten.

SYMPTOME

Zu Beginn der ALS nehmen Patienten überwiegend Muskelschwäche (Parese), Muskelschwund (Atrophie) sowie Muskelsteifigkeit (Spastik) wahr. Die individuellen Beschwerden hängen davon ab, welches Motoneuron und welche Muskelgruppe stärker betroffen ist.

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Eine Betroffenheit des ersten Motoneurons führt zu einer unkontrolliert gesteigerten Muskelspannung, die sich in Steifigkeit (Spastik) sowie einer verminderten Geschicklichkeit und Feinmotorik äußert. Bei Betroffenheit des zweiten Motoneurons können die Nerven der Muskulatur nur noch eingeschränkt aktivieren, es kommt zu Muskelschwäche und Muskelschwund.

Zu 60 bis 70 % treten die ersten Symptome an den Extremitäten auf. In diesen Fällen bemerken Patienten eine Ungeschicklichkeit der Hände, eine Gangunsicherheit oder eine Schwäche der Beine. Zu 30 bis 40 % stellen sich die ersten Symptome beim Sprechen und Schlucken ein (bulbärer Krankheitsbeginn). Bei diesen Patienten ist die Zungen-, Schlund- und Gaumenmuskulatur beeinträchtigt.

Im Gegensatz zu anderen neurologischen Erkrankungen bleibt bei der ALS das Sprachverständnis vollständig erhalten. Es bestehen auch keine Wortfindungsstörungen. Die Defizite beziehen sich auf die motorische Aussprache, während die Bildung der Wörter durch das Gehirn unbeeinträchtigt ist.

Verlauf

Die ALS verläuft bei jedem Patienten unterschiedlich. Der individuelle Krankheitsverlauf ist davon geprägt, in welcher Muskelgruppe die Symptome auftreten. Er beginnt in einer isolierten Muskelregion (beispielsweise Handmuskeln) und weitet sich auf jeweils benachbarte Muskelpartien aus (vom Arm auf die gleichseitige Schulter oder den anderen Arm). Bis eine weitere Muskelgruppe betroffen ist, kann es wenige Wochen bis hin zu mehreren Monaten dauern.

Fortschreitende Lähmung

Durch Muskelschwund und Steifigkeit wird die betroffene Extremität fortschreitend gelähmt. Sind zuerst die untern Extremitäten (Beine und Füße) betroffen, bedeutet dies eine zunehmende Gehstörung bis hin zur Notwendigkeit einer Gehstütze oder eines Rollstuhls. Bei den oberen Extremitäten werden das Heben, Tragen, Schreiben, Schneiden, Essen und die Körperpflege fortschreitend beeinträchtigt.

Schluckstörung und Verlust der verbalen Kommunikation

Wenn die Symptome an Zunge, Schlund und Gaumen beginnen, stehen eine Sprechstörung sowie Kau- und Schluckstörungen im Vordergrund. Das Sprechen und die Artikulation fallen immer schwerer bis hin zur Unfähigkeit, verbal zu kommunizieren. In diesem Fall können Patienten sich mit Kommunikationshilfen auch ohne Lautsprache mitteilen.

Die Schluckstörung beginnt meist mit einer leichten Schwäche oder Steifigkeit der Zungen- und Schlundmuskulatur. Im weiteren Krankheitsverlauf nimmt die Beweglichkeit des Kehlkopfes ab, sodass Nahrungsbestandteile in die Luftröhre anstelle der Speiseröhre gelangen können. Bei einer hochgradigen Schluckstörung ist die Kau- und Schluckmuskulatur schwer oder vollständig gelähmt und das Schlucken von Nahrung kaum oder nicht mehr möglich. Sehr fest oder dünnflüssige Nahrungsmittel bereiten Schwierigkeiten. Eine spezielle Nahrungszusammenstellung oder Ernährungshilfen werden notwendig, um einem Gewichtsverlust entgegen zu wirken.

Bei 30 % entstehen diese Symptome im frühen Krankheitsverlauf, während bei der Mehrheit der Betroffenen die Sprech- und Schluckstörung im späteren Verlauf – zusätzlich zur Schwäche an den Extremitäten – auftreten. Etwa 70 % aller Menschen mit ALS erfahren im Krankheitsverlauf eine Schluckstörung.

Atmung und mittlere Lebenswartung

Eine weitere Körperfunktion, die von der ALS eingeschränkt werden kann, ist die Atmung. Die Einschränkung der Atemfunktion entsteht durch eine Schwäche der Atemmuskulatur am Brustkorb und des Zwerchfells. Je nach Krankheitsverlauf können verschiedene Atemhilfen genutzt werden.

Die mittlere zu erwartende Lebenszeit von Menschen mit ALS beträgt nach der Diagnosestellung 3 bis 5 Jahre. Etwa 10 % haben einen langsamen Verlauf der ALS mit längeren Überlebenszeiten. Bei einem geringen Teil der Patienten sind Verläufe von mehr als 10 Jahren bekannt.

Die statistischen Angaben beziehen sich auf den Krankheitsverlauf ohne Berücksichtigung von modernen Behandlungsoptionen. Durch die Nutzung von Atemhilfen (Maskenatmung, invasive Beatmung) und Ernährungshilfen (Trinknahrung, Ernährungssonde)kann eine Lebenszeitverlängerung von wenigen Monaten bis hin zu vielen Jahren erreicht werden, abhängig von den eingesetzten Behandlungsverfahren und vom individuellen Krankheitsverlauf. Der weltweit bekannteste ALS-Patient, der Astrophysiker Stephen Hawking, verstorben am 14.03.2018 im Alter von 76 Jahren, wurde seit Mitte der 1980er-Jahre beatmet und erhielt seit dieser Zeit eine Lebensverlängerung durch moderne Beatmungsmedizin. In Deutschland wird bei etwa 30 % aller Patienten eine Maskenbeatmung und bei bis zu 10 % eine invasive Beatmung mit Luftröhrenschnitt eingesetzt.

DIAGNOSE

Die wesentlichen Hinweise für eine ALS ergeben sich bereits durch eine körperliche Untersuchung. Neurologisch ausgebildete Ärzte sind in der Lage, ALS-typische Symptome festzustellen. Typischerweise liegen bei ALS-Patienten keine Gefühlsstörung, Nervenschmerzen oder geistigen Einschränkungen vor.

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Ein weiteres Merkmal der ALS-Symptomatik ist die langsame Zunahme der Muskelschwäche oder Steifigkeit. Wenn die schmerzlosen Lähmungen schleichend beginnen und allmählich fortschreiten, ohne dass andere neurologische Beschwerden auftreten, entsteht der Verdacht auf ALS. Die äußerlich erkennbaren Symptome können durch zusätzliche Diagnoseverfahren bestätigt und gemessen werden (Elektromyographie, Elektroneurographie, motorisch-evozierte Potentiale).

Ausschluss von Krankheiten mit ähnlichen Symptomen

Einige sehr seltene Erkrankungen können ALS-ähnliche Symptome aufweisen. Zu ihnen zählen eine mechanische Schädigung des Rückenmarks (zervikale Myelopathie), Muskelerkrankungen (z.B. Einschlusskörperchenmyopathie), Erkrankungen der peripheren Nerven (motorische Polyneuropathie), bestimmte Formen der Multiplen Sklerose, neurologische Folgeerkrankungen durch Tumore (paraneoplastische Syndrome) und sehr seltene Stoffwechselerkrankungen. Um diese Erkrankungen nachzuweisen oder auszuschließen, stehen verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung: Magnetresonanztomographie (Tumor- oder Entzündungserkrankungen des Gehirns und Rückenmarks), Nervenwasseruntersuchung (Infektionen und Autoimmunerkrankungen) oder spezifische Blutuntersuchungen (Stoffwechselerkrankungen, Autoimmunerkrankungen und bestimmte Tumorerkrankungen).

Obwohl die ALS-ähnlichen Erkrankungen sehr selten sind, werden die Untersuchungsverfahren der Zusatz- und Ausschlussdiagnostik mehrheitlich eingesetzt, um eine größtmögliche diagnostische Sicherheit zu erlangen. Bei einem Teil der Betroffenen kann der körperliche Untersuchungsbefund so aussagekräftig sein, dass die klinischen Kriterien einer ALS auch ohne Zusatz- und Ausschlussdiagnostik vorliegen. In diesem Fall kann auf die genannten Untersuchungsverfahren verzichtet werden.

VERLAUF

Die ALS verläuft bei jedem Patienten unterschiedlich. Der individuelle Krankheitsverlauf ist davon geprägt, in welcher Muskelgruppe die Symptome auftreten.

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Er beginnt in einer isolierten Muskelregion (beispielsweise Handmuskeln) und weitet sich auf jeweils benachbarte Muskelpartien aus (vom Arm auf die gleichseitige Schulter oder den anderen Arm). Bis eine weitere Muskelgruppe betroffen ist, kann es wenige Wochen bis hin zu mehreren Monaten dauern.

Fortschreitende Lähmung

Durch Muskelschwund und Steifigkeit wird die betroffene Extremität fortschreitend gelähmt. Sind zuerst die untern Extremitäten (Beine und Füße) betroffen, bedeutet dies eine zunehmende Gehstörung bis hin zur Notwendigkeit einer Gehstütze oder eines Rollstuhls. Bei den oberen Extremitäten werden das Heben, Tragen, Schreiben, Schneiden, Essen und die Körperpflege fortschreitend beeinträchtigt.

Schluckstörungen und Verlust der verbalen Kommunikation

Wenn die Symptome an Zunge, Schlund und Gaumen beginnen, stehen eine Sprechstörung sowie Kau- und Schluckstörungen im Vordergrund. Das Sprechen und die Artikulation fallen immer schwerer bis hin zur Unfähigkeit, verbal zu kommunizieren. In diesem Fall können Patienten sich mit Kommunikationshilfen auch ohne Lautsprache mitteilen.

Die Schluckstörung beginnt meist mit einer leichten Schwäche oder Steifigkeit der Zungen- und Schlundmuskulatur. Im weiteren Krankheitsverlauf nimmt die Beweglichkeit des Kehlkopfes ab, sodass Nahrungsbestandteile in die Luftröhre anstelle der Speiseröhre gelangen können. Bei einer hochgradigen Schluckstörung ist die Kau- und Schluckmuskulatur schwer oder vollständig gelähmt und das Schlucken von Nahrung kaum oder nicht mehr möglich. Sehr fest oder dünnflüssige Nahrungsmittel bereiten Schwierigkeiten. Eine spezielle Nahrungszusammenstellung oder Ernährungshilfen werden notwendig, um einem Gewichtsverlust entgegen zu wirken.

Bei 30 % entstehen diese Symptome im frühen Krankheitsverlauf, während bei der Mehrheit der Betroffenen die Sprech- und Schluckstörung im späteren Verlauf – zusätzlich zur Schwäche an den Extremitäten – auftreten. Etwa 70 % aller Menschen mit ALS erfahren im Krankheitsverlauf eine Schluckstörung.

Atmung und Lebenserwartung

Eine weitere Körperfunktion, die von der ALS eingeschränkt werden kann, ist die Atmung. Die Einschränkung der Atemfunktion entsteht durch eine Schwäche der Atemmuskulatur am Brustkorb und des Zwerchfells. Je nach Krankheitsverlauf können verschiedene Atemhilfen genutzt werden.

5-Jahresüberleben

Die mittlere zu erwartende Lebenszeit von Menschen mit ALS beträgt nach der Diagnosestellung 3 bis 5 Jahre. Etwa 10 % haben einen langsamen Verlauf der ALS mit längeren Überlebenszeiten. Bei einem geringen Teil der Patienten sind Verläufe von mehr als 10 Jahren bekannt.

Die statistischen Angaben beziehen sich auf den Krankheitsverlauf ohne Berücksichtigung von modernen Behandlungsoptionen. Durch die Nutzung von Atemhilfen (Maskenatmung, invasive Beatmung) und Ernährungshilfen (Trinknahrung, Ernährungssonde) kann eine Lebenszeitverlängerung von wenigen Monaten bis hin zu vielen Jahren erreicht werden, abhängig von den eingesetzten Behandlungsverfahren und vom individuellen Krankheitsverlauf. Der weltweit bekannteste ALS-Patient, der Astrophysiker Stephen Hawking, ist bereits seit Mitte der 1980er-Jahre beatmet und erhält seit dieser Zeit eine Lebensverlängerung durch moderne Beatmungsmedizin. In Deutschland wird bei etwa 30 % aller Patienten eine Maskenbeatmung und bei bis zu 10 % eine invasive Beatmung mit Luftröhrenschnitt eingesetzt.

  • Ansprechpartner

    Prof. Dr. Thomas Meyer

    Facharzt für Neurologie
    Ambulanzleitung

    +49 (0)30 450 560028
    thomas.meyer@charite.de

WAS IST ALS? DER FILM

Dieser Film gibt einen Einblick in die Ursachen der Symptome der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS). Die Ambulanz für ALS und andere Motoneuronenerkrankungen an der Charité bedankt sich bei der AVE Gesellschaft für Fernsehproduktion für ihre Unterstützung dieses Projektes.

WAS IST ALS? DIE BROSCHÜRE

Die vorliegende Broschüre ist entstanden, um den Arzt-Patienten-Dialog zu ergänzen. Sie soll Ihnen die Möglichkeit geben, bestimmte Themen nachzulesen oder zu vertiefen, und orientiert sich an den häufigen Fragen von Menschen mit ALS, die zum Krankheitsbild, zur Forschung, Behandlung und Versorgung gestellt werden.

Behandlung

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ALLGEMEINE BEHANDLUNGSGRUNDSÄTZE

Für die ALS ist bisher keine Heilung möglich. Durch zahlreiche Behandlungsformen können jedoch die Lebenszeit verlängert, Symptome gelindert und die Teilhabe verbessert werden. Eine Erhöhung der Lebenszeit ist durch das Medikament Riluzol, Atemhilfen und Ernährungshilfen möglich.

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Infolge der ALS können unterschiedliche belastende Symptome entstehen, die durch geeignete Medikamente deutlich gelindert oder vollständig kontrolliert werden können. Auch eine Physio- und Ergotheraphie sowie eine Logopädie können Symptome mildern und erhaltene motorische Funktionen stärken. Individuelle, moderne Hilfsmittel können Einschränkungen in der Mobilität und Kommunikation abschwächen und die Teilhabe am privaten und sozialen Leben verbessern.

Arzt und Patient stimmen in einem Dialog ab, welche Behandlungsoptionen in der individuellen Situation passend sind. Dieser Abstimmungsprozess aus Arzt- und Patientenperspektive wird als zielorientierte, patientenzentrierte Versorgung bezeichnet.

Dabei stehen drei Fragen im Vordergrund:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Welche spezifische Erkrankungsform liegt vor?
In diesem ersten Schritt geht es darum, die individuelle Betroffenheit und den daraus hervorgehenden Versorgungsbedarf zu klären. Erwogen werden dabei vor allem positive und negative Einflüsse auf den Krankheitsverlauf, die für die Behandlung relevant sind. Hierzu zählen Varianten der Erkrankung, die Geschwindigkeit der Symptomausbreitung und weitere besondere Merkmale.

Welche Behandlungsformen sind machbar und sinnvoll?
Arzt und Patient verständigen sich darüber, welche der verfügbaren Behandlungen vom Patienten aufgenommen werden. Über die Nutzung eines Versorgungsnetzwerkes kann die Behandlung zielgerichtet organisiert und unterstützt werden.

Welche Möglichkeiten bestehen außerhalb der Regelversorgung?
Patienten, die die Aufnahmekriterien erfüllen, können an klinischen Studien teilnehmen, in denen zum Beispiel Medikamente untersucht werden, die bisher noch nicht zugelassen sind. Auch die Mitwirkung an anderen Projekten der Therapieforschung und Versorgungsforschung kann in Frage kommen.

MEDIKAMENTE

Für die ALS ist bisher keine Heilung möglich. Durch zahlreiche Behandlungsformen können jedoch die Lebenszeit verlängert, Symptome gelindert und die Teilhabe verbessert werden. Eine Erhöhung der Lebenszeit ist durch das Medikament Riluzol, Atemhilfen und Ernährungshilfen möglich.

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Infolge der ALS können unterschiedliche belastende Symptome entstehen, die durch geeignete Medikamente deutlich gelindert oder vollständig kontrolliert werden können. Auch eine Physio- und Ergotheraphie sowie eine Logopädie können Symptome mildern und erhaltene motorische Funktionen stärken. Individuelle, moderne Hilfsmittel können Einschränkungen in der Mobilität und Kommunikation abschwächen und die Teilhabe am privaten und sozialen Leben verbessern.

Arzt und Patient stimmen in einem Dialog ab, welche Behandlungsoptionen in der individuellen Situation passend sind. Dieser Abstimmungsprozess aus Arzt- und Patientenperspektive wird als zielorientierte, patientenzentrierte Versorgung bezeichnet.

Dabei stehen drei Fragen im Vordergrund:

 

 

 

 

Welche spezifische Erkrankungsform liegt vor?
In diesem ersten Schritt geht es darum, die individuelle Betroffenheit und den daraus hervorgehenden Versorgungsbedarf zu klären. Erwogen werden dabei vor allem positive und negative Einflüsse auf den Krankheitsverlauf, die für die Behandlung relevant sind. Hierzu zählen Varianten der Erkrankung, die Geschwindigkeit der Symptomausbreitung und weitere besondere Merkmale.

Welche Behandlungsformen sind machbar und sinnvoll?
Arzt und Patient verständigen sich darüber, welche der verfügbaren Behandlungen vom Patienten aufgenommen werden. Über die Nutzung eines Versorgungsnetzwerkes kann die Behandlung zielgerichtet organisiert und unterstützt werden.

Welche Möglichkeiten bestehen außerhalb der Regelversorgung?
Patienten, die die Aufnahmekriterien erfüllen, können an klinischen Studien teilnehmen, in denen zum Beispiel Medikamente untersucht werden, die bisher noch nicht zugelassen sind. Auch die Mitwirkung an anderen Projekten der Therapieforschung und Versorgungsforschung kann in Frage kommen.

HILFSMITTEL

Für die ALS ist bisher keine Heilung möglich. Durch zahlreiche Behandlungsformen können jedoch die Lebenszeit verlängert, Symptome gelindert und die Teilhabe verbessert werden. Eine Erhöhung der Lebenszeit ist durch das Medikament Riluzol, Atemhilfen und Ernährungshilfen möglich.

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Infolge der ALS können unterschiedliche belastende Symptome entstehen, die durch geeignete Medikamente deutlich gelindert oder vollständig kontrolliert werden können. Auch eine Physio- und Ergotheraphie sowie eine Logopädie können Symptome mildern und erhaltene motorische Funktionen stärken. Individuelle, moderne Hilfsmittel können Einschränkungen in der Mobilität und Kommunikation abschwächen und die Teilhabe am privaten und sozialen Leben verbessern.

Arzt und Patient stimmen in einem Dialog ab, welche Behandlungsoptionen in der individuellen Situation passend sind. Dieser Abstimmungsprozess aus Arzt- und Patientenperspektive wird als zielorientierte, patientenzentrierte Versorgung bezeichnet.

Dabei stehen drei Fragen im Vordergrund:

 

 

 

 

Welche spezifische Erkrankungsform liegt vor?
In diesem ersten Schritt geht es darum, die individuelle Betroffenheit und den daraus hervorgehenden Versorgungsbedarf zu klären. Erwogen werden dabei vor allem positive und negative Einflüsse auf den Krankheitsverlauf, die für die Behandlung relevant sind. Hierzu zählen Varianten der Erkrankung, die Geschwindigkeit der Symptomausbreitung und weitere besondere Merkmale.

Welche Behandlungsformen sind machbar und sinnvoll?
Arzt und Patient verständigen sich darüber, welche der verfügbaren Behandlungen vom Patienten aufgenommen werden. Über die Nutzung eines Versorgungsnetzwerkes kann die Behandlung zielgerichtet organisiert und unterstützt werden.

Welche Möglichkeiten bestehen außerhalb der Regelversorgung?
Patienten, die die Aufnahmekriterien erfüllen, können an klinischen Studien teilnehmen, in denen zum Beispiel Medikamente untersucht werden, die bisher noch nicht zugelassen sind. Auch die Mitwirkung an anderen Projekten der Therapieforschung und Versorgungsforschung kann in Frage kommen.

ERGO- UND PHYSIOTHERAPIE, LOGOPÄDIE

Für die ALS ist bisher keine Heilung möglich. Durch zahlreiche Behandlungsformen können jedoch die Lebenszeit verlängert, Symptome gelindert und die Teilhabe verbessert werden. Eine Erhöhung der Lebenszeit ist durch das Medikament Riluzol, Atemhilfen und Ernährungshilfen möglich.

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Infolge der ALS können unterschiedliche belastende Symptome entstehen, die durch geeignete Medikamente deutlich gelindert oder vollständig kontrolliert werden können. Auch eine Physio- und Ergotheraphie sowie eine Logopädie können Symptome mildern und erhaltene motorische Funktionen stärken. Individuelle, moderne Hilfsmittel können Einschränkungen in der Mobilität und Kommunikation abschwächen und die Teilhabe am privaten und sozialen Leben verbessern.

Arzt und Patient stimmen in einem Dialog ab, welche Behandlungsoptionen in der individuellen Situation passend sind. Dieser Abstimmungsprozess aus Arzt- und Patientenperspektive wird als zielorientierte, patientenzentrierte Versorgung bezeichnet.

Dabei stehen drei Fragen im Vordergrund:

 

 

 

 

Welche spezifische Erkrankungsform liegt vor?
In diesem ersten Schritt geht es darum, die individuelle Betroffenheit und den daraus hervorgehenden Versorgungsbedarf zu klären. Erwogen werden dabei vor allem positive und negative Einflüsse auf den Krankheitsverlauf, die für die Behandlung relevant sind. Hierzu zählen Varianten der Erkrankung, die Geschwindigkeit der Symptomausbreitung und weitere besondere Merkmale.

Welche Behandlungsformen sind machbar und sinnvoll?
Arzt und Patient verständigen sich darüber, welche der verfügbaren Behandlungen vom Patienten aufgenommen werden. Über die Nutzung eines Versorgungsnetzwerkes kann die Behandlung zielgerichtet organisiert und unterstützt werden.

Welche Möglichkeiten bestehen außerhalb der Regelversorgung?
Patienten, die die Aufnahmekriterien erfüllen, können an klinischen Studien teilnehmen, in denen zum Beispiel Medikamente untersucht werden, die bisher noch nicht zugelassen sind. Auch die Mitwirkung an anderen Projekten der Therapieforschung und Versorgungsforschung kann in Frage kommen.

ERNÄHRUNGSHILFEN

Für die ALS ist bisher keine Heilung möglich. Durch zahlreiche Behandlungsformen können jedoch die Lebenszeit verlängert, Symptome gelindert und die Teilhabe verbessert werden. Eine Erhöhung der Lebenszeit ist durch das Medikament Riluzol, Atemhilfen und Ernährungshilfen möglich.

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Infolge der ALS können unterschiedliche belastende Symptome entstehen, die durch geeignete Medikamente deutlich gelindert oder vollständig kontrolliert werden können. Auch eine Physio- und Ergotheraphie sowie eine Logopädie können Symptome mildern und erhaltene motorische Funktionen stärken. Individuelle, moderne Hilfsmittel können Einschränkungen in der Mobilität und Kommunikation abschwächen und die Teilhabe am privaten und sozialen Leben verbessern.

Arzt und Patient stimmen in einem Dialog ab, welche Behandlungsoptionen in der individuellen Situation passend sind. Dieser Abstimmungsprozess aus Arzt- und Patientenperspektive wird als zielorientierte, patientenzentrierte Versorgung bezeichnet.

Dabei stehen drei Fragen im Vordergrund:

 

 

 

 

Welche spezifische Erkrankungsform liegt vor?
In diesem ersten Schritt geht es darum, die individuelle Betroffenheit und den daraus hervorgehenden Versorgungsbedarf zu klären. Erwogen werden dabei vor allem positive und negative Einflüsse auf den Krankheitsverlauf, die für die Behandlung relevant sind. Hierzu zählen Varianten der Erkrankung, die Geschwindigkeit der Symptomausbreitung und weitere besondere Merkmale.

Welche Behandlungsformen sind machbar und sinnvoll?
Arzt und Patient verständigen sich darüber, welche der verfügbaren Behandlungen vom Patienten aufgenommen werden. Über die Nutzung eines Versorgungsnetzwerkes kann die Behandlung zielgerichtet organisiert und unterstützt werden.

Welche Möglichkeiten bestehen außerhalb der Regelversorgung?
Patienten, die die Aufnahmekriterien erfüllen, können an klinischen Studien teilnehmen, in denen zum Beispiel Medikamente untersucht werden, die bisher noch nicht zugelassen sind. Auch die Mitwirkung an anderen Projekten der Therapieforschung und Versorgungsforschung kann in Frage kommen.

ATEMHILFEN

Für die ALS ist bisher keine Heilung möglich. Durch zahlreiche Behandlungsformen können jedoch die Lebenszeit verlängert, Symptome gelindert und die Teilhabe verbessert werden. Eine Erhöhung der Lebenszeit ist durch das Medikament Riluzol, Atemhilfen und Ernährungshilfen möglich.

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Infolge der ALS können unterschiedliche belastende Symptome entstehen, die durch geeignete Medikamente deutlich gelindert oder vollständig kontrolliert werden können. Auch eine Physio- und Ergotheraphie sowie eine Logopädie können Symptome mildern und erhaltene motorische Funktionen stärken. Individuelle, moderne Hilfsmittel können Einschränkungen in der Mobilität und Kommunikation abschwächen und die Teilhabe am privaten und sozialen Leben verbessern.

Arzt und Patient stimmen in einem Dialog ab, welche Behandlungsoptionen in der individuellen Situation passend sind. Dieser Abstimmungsprozess aus Arzt- und Patientenperspektive wird als zielorientierte, patientenzentrierte Versorgung bezeichnet.

Dabei stehen drei Fragen im Vordergrund:

 

 

 

 

Welche spezifische Erkrankungsform liegt vor?
In diesem ersten Schritt geht es darum, die individuelle Betroffenheit und den daraus hervorgehenden Versorgungsbedarf zu klären. Erwogen werden dabei vor allem positive und negative Einflüsse auf den Krankheitsverlauf, die für die Behandlung relevant sind. Hierzu zählen Varianten der Erkrankung, die Geschwindigkeit der Symptomausbreitung und weitere besondere Merkmale.

Welche Behandlungsformen sind machbar und sinnvoll?
Arzt und Patient verständigen sich darüber, welche der verfügbaren Behandlungen vom Patienten aufgenommen werden. Über die Nutzung eines Versorgungsnetzwerkes kann die Behandlung zielgerichtet organisiert und unterstützt werden.

Welche Möglichkeiten bestehen außerhalb der Regelversorgung?
Patienten, die die Aufnahmekriterien erfüllen, können an klinischen Studien teilnehmen, in denen zum Beispiel Medikamente untersucht werden, die bisher noch nicht zugelassen sind. Auch die Mitwirkung an anderen Projekten der Therapieforschung und Versorgungsforschung kann in Frage kommen.

PATIENTENVERFÜGUNG

Für die ALS ist bisher keine Heilung möglich. Durch zahlreiche Behandlungsformen können jedoch die Lebenszeit verlängert, Symptome gelindert und die Teilhabe verbessert werden. Eine Erhöhung der Lebenszeit ist durch das Medikament Riluzol, Atemhilfen und Ernährungshilfen möglich.

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Infolge der ALS können unterschiedliche belastende Symptome entstehen, die durch geeignete Medikamente deutlich gelindert oder vollständig kontrolliert werden können. Auch eine Physio- und Ergotheraphie sowie eine Logopädie können Symptome mildern und erhaltene motorische Funktionen stärken. Individuelle, moderne Hilfsmittel können Einschränkungen in der Mobilität und Kommunikation abschwächen und die Teilhabe am privaten und sozialen Leben verbessern.

Arzt und Patient stimmen in einem Dialog ab, welche Behandlungsoptionen in der individuellen Situation passend sind. Dieser Abstimmungsprozess aus Arzt- und Patientenperspektive wird als zielorientierte, patientenzentrierte Versorgung bezeichnet.

Dabei stehen drei Fragen im Vordergrund:

 

 

 

 

Welche spezifische Erkrankungsform liegt vor?
In diesem ersten Schritt geht es darum, die individuelle Betroffenheit und den daraus hervorgehenden Versorgungsbedarf zu klären. Erwogen werden dabei vor allem positive und negative Einflüsse auf den Krankheitsverlauf, die für die Behandlung relevant sind. Hierzu zählen Varianten der Erkrankung, die Geschwindigkeit der Symptomausbreitung und weitere besondere Merkmale.

Welche Behandlungsformen sind machbar und sinnvoll?
Arzt und Patient verständigen sich darüber, welche der verfügbaren Behandlungen vom Patienten aufgenommen werden. Über die Nutzung eines Versorgungsnetzwerkes kann die Behandlung zielgerichtet organisiert und unterstützt werden.

Welche Möglichkeiten bestehen außerhalb der Regelversorgung?
Patienten, die die Aufnahmekriterien erfüllen, können an klinischen Studien teilnehmen, in denen zum Beispiel Medikamente untersucht werden, die bisher noch nicht zugelassen sind. Auch die Mitwirkung an anderen Projekten der Therapieforschung und Versorgungsforschung kann in Frage kommen.

PALLIATIVVERSORGUNG

Für die ALS ist bisher keine Heilung möglich. Durch zahlreiche Behandlungsformen können jedoch die Lebenszeit verlängert, Symptome gelindert und die Teilhabe verbessert werden. Eine Erhöhung der Lebenszeit ist durch das Medikament Riluzol, Atemhilfen und Ernährungshilfen möglich.

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Infolge der ALS können unterschiedliche belastende Symptome entstehen, die durch geeignete Medikamente deutlich gelindert oder vollständig kontrolliert werden können. Auch eine Physio- und Ergotheraphie sowie eine Logopädie können Symptome mildern und erhaltene motorische Funktionen stärken. Individuelle, moderne Hilfsmittel können Einschränkungen in der Mobilität und Kommunikation abschwächen und die Teilhabe am privaten und sozialen Leben verbessern.

Arzt und Patient stimmen in einem Dialog ab, welche Behandlungsoptionen in der individuellen Situation passend sind. Dieser Abstimmungsprozess aus Arzt- und Patientenperspektive wird als zielorientierte, patientenzentrierte Versorgung bezeichnet.

Dabei stehen drei Fragen im Vordergrund:

 

 

 

 

Welche spezifische Erkrankungsform liegt vor?
In diesem ersten Schritt geht es darum, die individuelle Betroffenheit und den daraus hervorgehenden Versorgungsbedarf zu klären. Erwogen werden dabei vor allem positive und negative Einflüsse auf den Krankheitsverlauf, die für die Behandlung relevant sind. Hierzu zählen Varianten der Erkrankung, die Geschwindigkeit der Symptomausbreitung und weitere besondere Merkmale.

Welche Behandlungsformen sind machbar und sinnvoll?
Arzt und Patient verständigen sich darüber, welche der verfügbaren Behandlungen vom Patienten aufgenommen werden. Über die Nutzung eines Versorgungsnetzwerkes kann die Behandlung zielgerichtet organisiert und unterstützt werden.

Welche Möglichkeiten bestehen außerhalb der Regelversorgung?
Patienten, die die Aufnahmekriterien erfüllen, können an klinischen Studien teilnehmen, in denen zum Beispiel Medikamente untersucht werden, die bisher noch nicht zugelassen sind. Auch die Mitwirkung an anderen Projekten der Therapieforschung und Versorgungsforschung kann in Frage kommen.

  • Ansprechpartner

    Prof. Dr. Thomas Meyer

    Facharzt für Neurologie
    Ambulanzleitung

    +49 (0)30 450 560028
    thomas.meyer@charite.de

  • Ansprechpartner Atemhilfe

    Birgit Koch

    Ambulanz- und Studienkoordination

    +49 (0)30 450 560028
    birgit.koch@charite.de

  • Ansprechpartner Vorsorge

    Dr. Dagmar Kettemann

    Fachärztin für Neurologie

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