Hustenassistent

Förderprogramm für Hustenassistenten bei der ALS

Hintergrund

Menschen mit ALS erfahren eine fortschreitende Schwäche der Atemmuskulatur und eine damit verbundene Schwierigkeit, effektiv abzuhusten. In der Folge entsteht eine Anreicherung bronchialer Sekrete, die als belastend erlebt werden.. Einfache Infekte der oberen Atemwege können bedingt durch die Verminderung des Hustenstoßes zu einem Risiko werden. Zur Behandlung der Hustenschwäche wurden spezielle Beatmungsgeräte entwickelt, die dem Patienten zunächst Luft zufügen (Einatmen), um danach die Luft mit größerer Kraft wieder abzusaugen (Abhusten). Hustenassistenten sind in der Behandlung von ALS-Patienten noch selten im Einsatz, da diese Behandlungsoption unzureichend bekannt ist und offene Forschungsfragen zur optimalen Anwendung bestehen.

Ziel

Bei Menschen mit ALS, die eine Verminderung des Hustenstoßes (Husten­defizienz) erlitten haben, soll eine klinische Studie zur Wirksamkeit und Machbarkeit von Hustenassistenten durchgeführt werden.

Ergebnisse

In einer klinischen Studie mit ALS-Patienten an 10 ALS-Zentren in Deutschland werden die medizinischen Kriterien für die Anwendung von Husten­assistenten und ihre therapeutische Wirksamkeit ermittelt. Die Studienergebnisse werden durch wissenschaftliche Publikationen und Kongressbeiträge der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Behandlungsmethode der Hustenassistenz wird einer breiteren Gruppe von Menschen mit ALS zugänglich gemacht.